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Zukunftsperspektiven
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Fachleute sind sich einig, dass der Hanfanbau in Österreich Zukunftschancen hat. Ein Ziel muss es sein Hanf als Nachwachsenden Rohstoff einer größeren Verbreitung zuzuführen. Hanf ist ein nachwachsender Rohstoff mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Die Fasern können für Textilien, Dämmstoffe, Papier faserverstärkte Kunststoffe und ausgewählte Baumaterialien eingesetzt werden die Schäben werden als Tiereinstreu und Brennmaterial verwendet und die Samen liefern Öl für Nahrungsmittel und technische Zwecke. Standorte die für Getreide optimale Bedingungen aufweisen, werden aus wirtschaftlichen Gründen nicht für Hanf genützt. Gebiete, die auf Grund ihrer ungünstigen Produktionsbedingungen keine hohen Erträge für Getreide zulassen, sind für den Hanfanbau durchaus interessant. Nicht zuletzt sollen langfristige Perspektiven berücksichtigt werden. Hanf mit einen Zellulosegehalt von ca. 80% hat als Rohstoff für die Papiererzeugung Vorteile gegenüber Holz mit einem Zellulosegehalt zwischen 50 und 60%. Die Produktivität von Hanf ist 2,5 Fach höher als vom Wald.
Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet wäre vermehrt im Dämmstoffbereich vorhanden. Österreichweit werden jährlich ca. 3.000 000 m³ Dämmstoffe verarbeitet. Davon sind nur ca. 10. 000 m³ aus Hanffasern hergestellt das sind weniger als 0,5%. Mangelnde Information sind u.a. Ursache an der mangelnden Kundenakzeptanz. Wobei der Hanf als biogener Dämmstoff genau auf den ökologischen Denkansatz zugeschnitten wäre. Der Hanf bildet schon während der Reifezeit mehr CO² als während der Produktion ausgestoßen wird. Hanffasern enthalten auch kein Eiweiß und sind damit auf natürliche Weise gegen Ungeziefer resistent. In der Entsorgung sind sie im Vergleich zu konventionellen Produkten unproblematisch.
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Gegenwärtig scheint der Einsatz in Kunststoffverbunden die größte Chancen für hochwertige Hanffasern zu bieten. In der Autoindustrie weisen naturfaserverstärkte Bauteile eine Reihe von Vorteilen auf.
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Sie sind leichter dadurch geringerer Treibstoffverbrauch.
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Ihre Zugfestigkeit ist gleich jener von Glasfaserverstärkten Kunstoffen.
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Für ihre Produktion wird deutlich weniger Energie benötigt.
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Sie wiesen gute
Schalldämmeigenschaften auf.
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Sei können recycelt werden.
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Sie zeigen ein
besseres Crashverhalten auf da sie nicht splittern.
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Hergestellt werden vor allen Türverkleidungen, Sitzschalen, Dachhimmel, Kofferraumverkleidungen, Hutablagen und Armaturenträger.
1996
wurden in diesem Bereich ca. 4000 t Naturfasern verwertet.
1999
15.000 t
2000 17.000 t
jährlich steigend
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Laut
Altautoverordnung/Wiederverwertung müssen Altfahrzeuge ab 2006 85%
und bis 2015 95% wiederverwertbar sein. Das
wird einen Impuls zum vermehrten Einsatz von Naturfasern im
Automobilbau setzen.
Österreich ist zur Zeit
in der Forschung in diesen Bereich abgekoppelt.
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Die
Vielzahl der Produkte von Hanf erfordert
für unterschiedliche Anwendungen gegenüber Nahrungsmittelproduktion und
technischer Produktion höheres know-how in der Landwirtschaft und in der
Weiterverarbeitung.
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Es
bietet dafür aber eine Unmenge von Vorteilen. Aus diesen Gründen sollte Österreich
diesen Bereich nicht aufgeben.